Warum „echt hier. echt sicher." jetzt startet
Die Paketflut aus China schadet nicht nur unserer Wirtschaft - die meisten Waren kommen ungetestet ins Land und entsprechen, was stichprobenartige Überprüfungen zeigen oft nicht unseren EU-Normen. Die Produkte werden zwar offiziell zurückgerufen und von den Martkplätzen entfernt, das betrifft allerdings nur einen kleinen Anteil der Produkte, die bei Konsumentinnen und Konsumenten gelandet sind. Haftbar sind die chinesischen Händlerinnen und Händler, die für die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten nicht greifbar sind. Genau hier setzt die neue Kampagne „echt hier. echt sicher." an. Sie zeigt, warum der Einkauf bei österreichischen und niederösterreichischen Onlinehändlerinnen und Onlinehändlern mehr bedeutet als regionale Wertschöpfung.
Es geht um:
- Produktsicherheit
- Haftung
- Rückverfolgbarkeit
- faire Wettbewerbsbedingungen
Denn heimische Händlerinnen und Händler müssen für jedes Produkt geradestehen. Sie haften, müssen gesetzliche Vorgaben einhalten und werden kontrolliert. Wird ein Produkt beanstandet, hat das Konsequenzen.
Ein Beispiel ist Martina Wächter mit ihrem Onlineshop „Stofftiger". Sie wird, weil sie Kinderspielzeug verkauft, unter anderem vom Lebensmittelinspektor regelmäßig kontrolliert. Kinderspielzeug unterliegt in Österreich und generell in der EU strengen Vorschriften, um die kleinsten Mitglieder in der Gesellschaft zu schützen. Händlerinnen und Händler in der EU müssen sich an diese halten, da die Produkte sonst vom Markt genommen werden und Strafen drohen.
SONNENTOR Gründer und Eigentümer Johannes Gutmann: „Bei SONNENTOR schauen wir ganz genau hin, wo unsere Rohwaren herkommen. Wir arbeiten international mit langjährigen Partner:innen zusammen, direkt und auf Augenhöhe. Unser Verhaltenskodex, der Code of Conduct, ist dabei die Grundlage: Er orientiert sich an internationalen Richtlinien und sichert soziale und ökologische Standards entlang unserer Lieferkette. Dazu kommen noch regelmäßige Besuche bei unseren Lieferant:innen. So wissen wir, was in unseren Produkten steckt – und unsere Kund:innen können beste Bio-Qualität mit gutem Gewissen genießen."
Verantwortung statt anonymer Plattformen
Bei Plattformen aus Drittstaaten sind die Verantwortlichen für Konsumentinnen und Konsumenten und auch für die Behörden meist nicht greifbar. Viele Produkte gelangen über EU-Nachbarländer in den Binnenmarkt – und wenn dort zu wenig kontrolliert wird, betrifft das am Ende alle Mitgliedstaaten. „Wir wollen Konsumentinnen und Konsumenten nicht bevormunden, sondern bewusst machen, dass es einen Unterschied macht, wo man online einkauft", so Smuk. „Wer bei einem niederösterreichischen Onlinehändler bestellt, kauft bei jemandem, der kontrolliert wird, erreichbar ist und Verantwortung übernimmt."
Warenströme laufen oft nicht über Österreich
Wie komplex diese Warenströme sind, zeigte auch ein exklusiver Besuch des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels der WKNÖ im Cargo-Bereich des Flughafen Wien. Gemeinsam mit Obmann Alexander Smuk, Obmann-Stv. Gerald Spiess und WKNÖ-GF Armin Klauser erhielten interessierte Mitglieder Einblicke in einen Bereich, der bei klassischen Flughafentouren normalerweise nicht zugänglich ist.
Dort zeigte sich: Im Cargo-Bereich des Flughafen Wien reicht die Bandbreite vom kleinen Postsack bis zur mehrere Tonnen schweren Frachtkiste. Sendungen verweilen im Schnitt rund acht Stunden, bevor sie weitertransportiert werden.
Die viel diskutierten Paketsendungen aus Asien fanden sich dort jedoch kaum. Der Großteil dieser Sendungen wird über andere europäische Knotenpunkte abgewickelt – insbesondere über Belgien und vor allem über Budapest. Gerade das macht die Herausforderung deutlich: Produkte, die später bei österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten landen, kommen häufig über andere EU-Länder in den Binnenmarkt. Wenn dort Kontrollen nicht ausreichen, ist das kein nationales Randthema, sondern ein europäisches Problem. Auch auf EU-Ebene ist die Dimension bekannt: 2024 kamen laut EU-Angaben rund 4,6 Milliarden Kleinsendungen mit einem Warenwert unter 150 Euro in die EU, 91 Prozent davon stammten aus China.

